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Aktuelle Stücke

Direktor Serenelli und das Schaugeschäft

Eine Vorstadttheater-Komödie

von Johannes C. Hoflehner und Olivier Lendl
2D/ 4H/ 1Dek
Frei zur DEA


Foto: www.digitalphotoimpressions-dpi.at
 
Leicht hat er es nicht gerade der Herr Theater-Direktor: Schlitzohrig muss er zwischen drohender Zensur, bürokratischer Behördenwillkür, liebestollen Blaublütlern, Gagen fordernden Theater-Diven, einem revolutionären Mordkomplott, den voyeuristischen Ansprüchen eines Unterhaltung fordernden Publikums und den Anwandlungen seiner biederen Ehefrau auf einem dünnen Drahtseil des Überlebenskampfes balancieren.
Über allem steht aber eine unbändige Liebe zum Theater. Der Lappen muss eben jeden Abend hochgehen, koste es was es wolle.
Das Ganze spielt zwar zur Zeit des Biedermeier, aber mit einem augenzwinkernden Verweis auf heutige Verhältnisse kann einem doch manches vertraut vorkommen. Denn bei genauerer und kritischer Betrachtung hat sich gar nicht so viel verändert: Das Theater kämpft immer um Geld und sein Überleben. Es muss sich gegenüber diesen Geldgebern und der Politik verantworten. Es will gefallen und sich doch nicht ganz unter Niveau verkaufen. Übt es Kritik, macht es sich Feinde, und ist es zu Mainstream lastig, werden auch so manche Nasen gerümpft. Kreative Lösungsansätze in Zeiten des künstlerischen und politischen Umbruchs sind also immer gefragt. Und diese werden hier auf hochunterhaltsame Weise zu Hauf gefunden.
„Direktor Serenelli und das Schaugeschäft“ ist eine Pointen sichere, aberwitzige, schnelle und ausgelassene Komödie, die Theater im Theater von seiner lebendigsten Seite zeigt.

IRINA & FRANK
Ein Stück für drei Personen



von Roger Binggeli Bernard

1D/2H/1Dek
Frei zur DEA

Gemeinsam leben, gemeinsam wohnen, gemeinsam Eltern werden. Ganz simpel, dachten Irina und Frank. Damals, bevor es mit dem Kind nicht klappte. Damals, vor den Behandlungen. Damals, als sie noch ein Paar waren.
Ein paar Jahre später können sie fast darüber lachen. Und kehren doch zurück. Zu den persönlichen Wünschen, den moralischen Abgründen, den tiefgreifenden Enttäuschungen.
Ein intensives Theaterstück rund um Kinderwunsch, künstliche Befruchtung und Familienplanung. Das neue Stück aus der Feder von Roger Binggeli Bernard zeigt mit Witz und Tiefe, was von einer Beziehung bleibt, wenn das Elternglück nicht eintreten will.

Zwei Seiten

Robert Mohor

1D/4H/1Dek
Frei zur UA

Karl Johann Waser ist ein Kindermörder. Er hat drei kleine Mädchen auf bestialische Weise umgebracht. Dafür hat er lebenslänglich bekommen.
Doch es geht ein Rechtsruck durch die Politik in seinem kleinen Land mitten in Europa: Die Todesstrafe wird wieder eingeführt und Waser, ebenfalls eigentlich ein strammer Anhänger populistischer Überzeugungen, wird nachträglich zum Tode verurteilt.
Eine junge Anwältin versucht intensiv das Urteil mit allen zur Verfügung stehenden Mittel abzuwenden. Doch Waser wird zusehends psychotischer. Er erhält immer öfter Besuch von einem obskuren Wärter, der bei ihm in der Zelle ein- und ausgeht und ihn davon überzeugen will, Selbstmord zu begehen. Waser weiß nun, dass dieser Wärter sein zweites grausames Ich ist, dem er die Schuld an den Morden geben kann.

Das tatsächliche Ende dieses Stücks ist so überraschend wie genial und stellt die Wahrnehmung völlig auf den Kopf. Es zu verraten, wäre ebenfalls ein kapitales Verbrechen …

UNTERM STRICH
Ein Jahrmarkt der Eitelkeit
von Margit Mezgolich

Sehr frei nach „Jahrmarkt der Eitelkeit“ von William Makepeace Thackeray
2D/3H/1Dek
Frei zur DEA

Klassentreffen Abschlussjahrgang 1991. 27 Jahre später. Was ist aus dem ehemaligen Klassenschwarm geworden? Warum hat ausgerechnet der nerdige Außenseiter Karriere gemacht? Wieso lebt die Tochter aus bestem Haus heute am Rand der Gesellschaft? Wer hat es geschafft am Jahrmarkt der Eitelkeit? Wer ist unter die Räder gekommen? Haben wir unser Leben wirklich fest im Griff oder letztlich gar nichts in der Hand? Und was hat das alles mit einem Buch aus dem Jahr 1848 zu tun?
Margit Mezgolich lädt mit „Unterm Strich“ nicht nur zu einem schrägen Klassentreffen, sondern schickt auch fünf Menschen auf eine rasante Zeitreise durch die letzten drei Jahrzehnte. Ein humorvoll turbulenter Trip, gespickt mit jeder Menge Verwicklungen, Betrügereien, Liebesgeschichten, Machtspielen und Schicksalsschlägen.
Das Stück spielt lustvoll mit all den Banalitäten, Trivialitäten und niederen Trieben, die uns Menschen womöglich von unserer wahren Größe und echten Heldentaten abhalten. Mit komödiantischem Volldampf und Tiefsee-Ausrüstung durch seichte Gewässer.

Uraufführung: TAG, Wien, 21.04.2018
Regie: Margit Mezgolich

Ein turbulenter Theaterabend. (…) Das Leben, eine Seifenoper, temporeich und amüsant inszeniert. Die Presse
Sarkastisches Spiel. (...) Großer Wiedererkennungswert für Menschen jenseits der 40. Falter

HEISS
Eine Saunarette in 13 Bildern
von Christian Deix und Olivier Lendl

Foto: Katharina Schiffl

3D/4H/1Dek
Frei zur DEA

Getreu dem Motto „mitgefangen – mitgehangen“ ist die Sauna einer der wichtigsten Prüfsteine menschlichen Verhaltens, seiner Risiko- und Opferbereitschaft.
Da gibt es kein Entrinnen vor dem Aufguss, da heißt es sich mutig verbrennen, kurz: sich den Gesetzen der Schwitzkammer zu unterwerfen. Das kann – je nach Charakter und Laune der Beteiligten – mitunter zu seltsamen Interaktionen führen.
Egal ob zynische Anwältin, gestrauchelter Ex-Popstar, geschwätzige Society-Journalistin, unbedarfter Versicherungskeiler, oder selbstverliebter Mentaltrainer samt subversiver Assistentin! Und überdies entwickelt der Saunaofen T1000 ein fatales Eigenleben, das nicht nur seinen Operator zur Verzweiflung treibt.

Uraufführung: 18.06.2017, Kultursommer Laxenburg
Regie: Adi Hirschal

Keine Angst, dass es zu heiß und abgründig wird - die Saunarette ist für alle eine Riesenhetz.
NÖN, 06.2017

STILLE NACHT
Komödie
von Christian Deix und Olivier Lendl

Foto: Katharina Schiffl

3D/3H/optional 1 Klavierspieler/1Dek
Frei zur DEA

Der spießbürgerliche Angestellte Werner Klein und seine patente Ehefrau sind fest entschlossen, dem Schicksal einen kleinen Schubs in Richtung Glück und Wohlstand zu geben. Mit im Boot sind auch deren lebenshungrige Tochter und ihr kunstbeflissener Lover. Familie Klein plant minuziös dem liebestollen Kleiderbügel-Fabrikant Kommerzialrat Gludowetz ein unvergessliches Weihnachtsfest zu bescheren. Dass diese nicht ganz uneigennützige Feier so nicht umzusetzen sein wird und ins Chaos abdriftet, liegt auf der Hand.
Als dann noch Gludowetz‘ attraktive „Pflegekraft“ unangemeldet auftaucht, setzt dem absurden Weihnachts-Wahnsinn die Krone auf. Warum das Ganze partout mitten im Sommer und nicht zur Weihnachtszeit stattfinden muss, ist so absurd wie aberwitzig.

Uraufführung: 17.06.2018, Kultursommer Laxenburg
Regie: Adi Hirschal

Eine leichtfüßige Sommerunterhaltung mit tiefgründigen Hintergedanken, wobei der Spaß überwiegt.
Diplomatischer Pressedienst, 05.06.2018

DRACULA
Eine psychologische Komödie von
Kaja Dymnicki und Alexander Pschill

 



Frei nach Bram Stoker
4D/4H/1Dek
Frei zur DEA

Der junge Immobilienmakler Jonathan Harker ist bei Graf Dracula auf dessen Schloss in Transsylvanien eingeladen. Er wird ihm ein paar Grundstücke in England verkaufen, damit der Graf dort sesshaft werden und seinen „Interessen“ nachgehen kann. Doch noch vor Ort erliegt Jonathan den Sinneslüsten auf des Grafen Schloss und kehrt verändert zu seiner Verlobten Mina zurück. Deren Schwester Lucy erliegt wohl dem Ansinnen des Grafen Dracula. Die Gesellschaft, in die der Graf hoffte aufgenommen zu werden, entpuppt sich als hartherzig, feindlich gesinnt und spießbürgerlich. Kein Wunder, dass sich Lucy da in das Somnambule flüchtet.
Und als alle nicht mehr weiterwissen, wird der sagenhafte Professor Van Helsing gerufen, um Lucy zu heilen. Viel Blut wird gespendet und verbraucht aber durch den Professor wird nicht gerade alles besser… Und Graf Dracula war an all dem auch nicht wirklich schuld.
Eine brilliant-verschrobene Vampir-Komödie für Fortgeschrittene, die aus dem Dracula-Stoff ein Sittenbild einer heutigen Gesellschaft zeichnet und hoch unterhaltsam in die Trickkiste des Gruseligen greift.

UA: Bronski & Grünberg Theater, Wien, 09. November 2016
Regie: Kaja Dymnicki, Alex Pschill

Ungeahnt komödiantisches Potenzial. … jede Pointe sitzt, auch Horroreffekte sind gekonnt platziert. … wohl selten so gut mit Dracula amüsiert.
Wiener Zeitung, 10.11.2016

Die Väter der Braut


 
Erich Virch

Komödie

3D/4H/1Dek
Frei zur ÖEA

Dr. Fritz Tiedemann bewirbt sich soeben um den Chefarztposten der katholischen Aloisiusklinik, als er seine Tochter barbusig auf dem Titelblatt der Morgenzeitung entdeckt. Gerade hat sein Rivale Ottmar Köttner das Foto ebenfalls erspäht, da schneit Julia selbst herein, im Schlepp den verliebten Golfballtaucher Kevin Müller.
Tiedemann ergreift dankbar die Gelegenheit, seine Tochter zu verleugnen, und erklärt Julia zur braven Frau Müller. Die will jedoch den jungen Arzt Andi Löffler, der sich, kaum zum neuen Schwiegersohn gekürt, als Tiedemanns außerehelicher Sohn entpuppt.
Während Tiedemann die eben erst geschmiedete Verbindung mit allen Mitteln zu vereiteln sucht, erkennt Andis Mutter in ihm ihren verschollenen Liebhaber. Er gibt sich als Köttner aus und seine Frau Irene als dessen bzw. die eigene Geliebte, opfert seinen Schnurrbart und gerät unter eine griechische Amphore, Irene will die Scheidung, Andi trägt Röcke, es gibt drei blutige Nasen, die Sensationspresse rückt an – und alles nimmt eine ganz andere Wendung.
Leseprobe

Echo
Chronologie einer narzisstischen Kränkung

Drama / Thriller von Felix Benesch
1D/3H/1Dek
Frei zur DEA

Jan ist um die 40 und ein schillernder Gewinnertyp. Ihm gelingt fast alles, nur eines kann er gar nicht: Eigene Fehler eingestehen. Nach einem scheinbar belanglosen Streit mit einem seiner Mitarbeiter zeigen sich Risse in seiner glänzenden Fassade. Das kann er unmöglich auf sich sitzen lassen. Er lässt den Konflikt hemmungslos eskalieren, bis nur noch seine Freundin Irina zu ihm hält. Sie hofft auf Einsicht, doch davon ist Jan weiter entfernt denn je ...
Mit „Echo“ rückt Felix Benesch einen krankhaften Narzissten ins Zentrum seines neuen Stückes. Der Horrortrip in die flirrenden, schwer fassbaren, fintenreichen Wendungen und Strategien einer narzisstisch gestörten Psyche ist in vielfacher Hinsicht eine Herausforderung und verspricht Spannung, Unterhaltung und Schauspiel auf hohem Niveau.

Uraufführung: 10.01.2018, Klibühni, Chur, Regie: Felix Benesch

Das Dschungelbuch

Kinderstück nach Rudyard Kipling
In einer Bühnenfassung von Michael Schachermaier
5+
6 Personen/ Simultanbühne

Zum Stück

Theater Freiburg

Foto: Rainer Muranyi

Premiere: 19.11.2017, Regie: Michael Schachermaier

„Trotz kindgerechter Inszenierung spricht Regisseur Michael Schachermaier auch elegant das Problem der Abholzung der Urwälder an: Praktisch alle Requisiten und Kostüme sind kongenial aus Müll gefertigt, ja der Dschungel gleicht regelrecht einer Mülldeponie mit Bäumen und Lianen aus schwarzen Müllsäcken, Felsen aus vollen Müllsäcken, einem Fluss aus transparenter Plastikfolie (Bühne: Jessica Rockstroh), Affenmasken aus kaputten Wischmops und Rechen (Kostüme und Puppenbau: Jula Beyer) und vielen weiteren bühnenwirksamen Einfällen.“
(Alice Matheson, Der Neue Merker, 19.11.2017)

„Eben noch tote Müllhalde, wachsen im grünen Dämmerlicht plötzlich Palmen, fallen mit lautem "Flapp" riesige Lianen und Kletterpflanzen aus der Oberbühne, darüber leuchtet ein goldgelber Vollmond in samtigem Nachtblau, und ein paar gigantische Schmetterlinge und kunterbunte Vögel kreuzen die Szene. Alles ist aus Plastik – doch jetzt ist er da, der große Dschungelzauber...“
(Marion Klötzer, Badische Zeitung, 20.11.2017)

Fell

Florence Read
"Furry", aus dem Englischen von Michael Sommer

1D/1H/1 Dek
Frei zur UA

Das Ehepaar Joy und Len steckt mitten in einer Ehekrise. Über die Jahre ist einiges vorgefallen, was ihre Ehe belastet. In einer Nacht kommt es zur Konfrontation. Auslöser ist ein Hasenkostüm, das Len trägt. Len gesteht Joy, dass er sich von nun an als Hase, nicht mehr als Mann, identifizieren möchte.
Von dieser Offenbarung schockiert wird Joy, vor die Frage gestellt: Wie viel bist du bereit zu akzeptieren?
Ein herausforderndes Stück, das mit seinen wunderbar komischen Dialogen unterhält und das allgegenwärtige Thema der Toleranz von einer neuen Seite beleuchtet.

Drama über Mirjana und die Menschen um sie herum


Ivor Martinic

Aus dem Kroatischen: Blazena Radas
3D/5H/1Dek
Frei zur dtspr. EA

In seiner eintönigen Wirklichkeit erzählt uns dieses Stück vom gewöhnlichen Leben verschiedener Menschen, die vergessen haben, warum sie überhaupt existieren.
Mirjana, ihre Nachbarn, ihre Tochter, ihre Liebhaber und ihre Freunde sind alle in bedeutungslosen Leben ohne eine vielversprechende Zukunft gefangen.
Indem wir die Leben von Mirjana und der Menschen um sie herum darin beobachten wie sie ihre Tage in stillem Leid vorüberziehen lassen, sich um die immer gleichen Dinge Sorgen machen, ohne Leidenschaft zu empfinden, zeigen sie uns sehr subtil wie diese Art von Existenz der unseren gleicht.
Manchmal ist sie aber auch voller Schönheit, Sorgen, Humor, Schmerz und Poesie.

„Veljko-Maričić-Award” für das beste Stück beim internationalen Mini-Drama-Festival, Rijeka, Kroatien, 2011

Alles in allem – das Ereignis der Saison! Nicht versäumen!
Boban Jevtić, Yellow cab

Aufführungen:
Jugoslawisches Drama Theater, Belgrad, Serbien (Regie: Iva Milosevic) - 18.2.2010
Stadttheater Ljubljana, Slowenien (Regie: Dusan Jovanovic) - 4.3.2010
Kroatisches Nationaltheater Zagreb, Kroatien (Regie: Anja Maksic Japundzic) - 15.10.2010

Hyänen

Gustav Ernst



2D/3H/1Dek
Frei zur UA

Blutbefleckte Kleider, Panik, Schock und fünf Menschen, die sich in einem Raum in Sicherheit bringen - vor einem Attentäter in einem Supermarkt.
Fünf Menschen, die nun auf sich alleine gestellt sind und versuchen, das Geschehene zu rekonstruieren und mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.
Gustav Ernst führt ein fast nüchternes Experiment durch. Seine Figuren sind entkernte Prototypen in einer Gesellschaft, die den Wahn und den Trugschluss der eigenen Sicherheit über alles stellt. Das bedeutet auch, dass das Individuum zum Wohle der Gesamtheit geopfert werden darf. Was geschieht also mit einer Gruppe von Menschen, die um jeden Preis überleben will und der dazu alle Mittel recht sind? Und war am Ende etwa alles vergeblich?
Ein nicht vordergründig politisches Stück, das aber gerade deswegen umso mehr eine irritierende Parabel für einen heutigen Gesellschaftszustand darstellt.