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Aktuelle Stücke

VATER
von Ekkehard Schönwiese
nach einer Erzählung von Hans Salcher
2H
Uraufführung 17. Juli 2021
Tiroler Volksschauspiele, Telfs

Sepp und Kaspar sind die Kumpel des Malers Till. Da dieser bei seiner Vernissage mit dem Titel: „Vater“ nicht erscheint, rätseln sie, was die Usache seiner Abwesenheit sein könnte. Ist er gesundheitlich gefährdet? Wird er bedroht? Sie beginnen für die Besucher Geschichten aus dem Leben von Till erst zu erzählen und spielen sich dann in vielen anderen Rollen hinein in die Welt einer heilen Beziehung zwischen Vater und Sohn. Der Vater ist verstört aus dem Krieg zurückgekommen. Er provoziert die Dorfgesellschaft mit seinem fremden Verhalten. Er sammelt Spiegel und hält sie den Dörflern vor ihr Gesicht. Das halten sie nicht aus und erklären ihn zum Narren, der nur zur Narrenzeit als Spiegeltuxer einer der ihren ist. In seiner Liebe zum Vater und als Maler bleibt auch der Sohn dem Dorf fremd.

LIEBESCHAOS SELBSTGEMACHT!


von Maximilian Theiss
Komödie, 4D/2H/1Dek
 



Spätabends in einer Psychologen-Praxis. Die Paarberaterin und Psychologin Doktor Laura Sommer möchte nur noch eines: nach Hause, und das, so schnell wie möglich. Ein letzter Termin noch, dann neigt sich auch dieser Marathon-Tag seinem Ende zu. Doch wie heißt es: unverhofft kommt oft! Gerade dieser letzte Termin des Tages sorgt für einige Turbulenzen, mit denen selbst die Karriere-Psychologin alle Hände voll zu tun bekommt.
Ein seitensprunggeplagtes Ehepaar, eine krisengeschüttelte Dauerklientin, Lauras klammernder Lebensgefährte und ihre beste Freundin stellen sich auf ein Tête-à-Tête in der Praxis ein und strapazieren Lauras müde Nerven bis auf das Äußerste. Eine klemmende Toilettentüre und eine misslungene hawaiianische Partnermassage machen die Katastrophe perfekt und das Ende eines Arbeitstages zum Desaster.
Ein Lügengeflecht, gespeist von Eifersucht, Enttäuschung, Hoffnung, nicht erfüllter Liebe, Selbstschutz und Wut beginnt sich durch die Räumlichkeiten der Praxis zu spannen und stellt die illustre Runde auf den Prüfstand ihrer emotionalen Eitelkeiten.

WURLITZERGASSEN 22 ZWOZL-ZWOZL

Ein Stück für eine ältere Dame und einen Papagei


Mirl und Gogol, jahrzehntelang sind sie unzertrennlich. Bis Gogol eines Tages tot in der Ecke liegt. Die „schwarze Oma“ hatte dem Papagei beigebracht, seine Wohnadresse vor sich hin zu plappern: Wurlitzergassen zwozl-zwozl. Mirl und Gogol haben nicht nur schöne Tage gesehen - die schwere Kindheit, Krieg, familiärer Zerfall, Not. Das Ende ihres Lebens verbringt Mirl in einem Heim, und um mit ihrer Einsamkeit und ihren Erinnerungen fertig zu werden, lässt sie Gogol wieder aufleben. Wie früher sitzt er auf ihrer Schulter, er rückt ihre Reminiszenzen zurecht, denn die bringt Mirl manchmal etwas durcheinander. Sie lassen ihr Leben Revue passieren, singen alte Lieder. Dann macht sich Mirl auf ihren letzten Weg, sie will nochmal in die Wurlitzergassen 22 ….

Zerfall

von Veronica Buchecker



1 D / 1 H / 1 Dek
Frei zur DEA

Maggie und Jack führen eine glückliche Ehe im Amerika der Fünfzigerjahre. Als Maggie ihren Ehemann zum fünften Hochzeitstag mit einem besonderen Geschenk überraschen will, überredet sie ihre Freundin Grace, Jacks Sachen im verbotenen Keller zu durchsuchen. Dort kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das ihre Ehe schwer belastet.
Im Leben fast jedes Menschen gibt es Abschnitte, die besser im Verborgenen bleiben. Aber was Maggie da ans Tageslicht bringt, grenzt ans Unvorstellbare. Treibt Jack ein falsches Spiel? Und hat Maggie die Kraft, damit fertig zu werden?

Weitere Stücke:

Wie (außer)gewöhnlich
oder 5 Pieces Of Reality
3 D / 2 H / 1 Dek
Frei zur DEA

Pfingstrosen
1 D / 2 H / 1 Dek
Frei zur UA

Hier liegt der Hund begraben

Komödie

von Magdalena Marszałkowska




Übersetzung und Bearbeitung aus dem Polnischen: Liliana Niesielska
2 H / 1 Dek
Frei zur dtspr. EA  

Ein junger Geschäftsmann entdeckt eines Nachmittags, dass sich ein Obdachloser in seinem Schrebergarten häuslich niedergelassen hat. Der geheimnisvolle Fremde weigert sich, das Grundstück zu verlassen und behauptet, der rechtmäßige Eigentümer zu sein.
Die ruhige Art, in der der Obdachlose seine Argumente vorbringt, führt keineswegs zu einer friedlichen Lösung der Situation, sondern ganz im Gegenteil, sie steigert noch die Wut des Geschäftsmannes. Es kommt zu einem „Besitzkampf“, der zu zahlreichen skurrilen Situationen führt.
Das Stück ist eine satirische Alltagskomödie, in der die von der Gesellschaft künstlich geschaffene zwischenmenschliche und soziale Schubladisierung thematisiert wird.
Mit heiterer Leichtigkeit werden folgende Fragen erörtert: Ist ein Fremder zwangsläufig fremd oder lediglich unbekannt? Oder ist das uns allen gemeinsame Bedürfnis nach Freiheit, Liebe, Nähe und Verständnis das Einzige, was uns am Ende des Tages ausmacht?


Nicht bei Tisch

Komödie

von Magdalena Marszalkowska

 


Übersetzung aus dem Polnischen von Danuta Strobl
3 D / 3 H / 1 Dek
Frei zur dtspr. EA

Adam richtet mit seiner Frau Ewa das diesjährige Weihnachtsfest für die Familie aus. Eine gewisse Anspannung liegt in der Luft, das Kleinkind plärrt, und Adam möchte eigentlich viel lieber ein Spiel auf seinem Handy spielen.
Eingeladen sind Adams Bruder Adrian, die gemeinsame Schwester Anka und die Mutter der Geschwister.
Adrian, das sogenannte Sandwichkind, fühlt sich von der Familie ignoriert. Seit Jahren versucht er am Heiligen Abend der Familie sein „Geheimnis“ zu offenbaren. Diesmal nimmt er (s)einen Freund Wolfgang zum Weihnachtsessen mit, leider ein Deutscher.
Anka, die Schwester von Adam und Adrian, arbeitet in einem internationalen Konzern in einer hohen Position. Sie verdient mehr als der Durchschnitt, wohnt nicht in Polen, hat weder Kinder noch Ehemann und laut ihrer Mutter hat sie ihr Leben vergeudet.
Die Mutter, eine Witwe und Pensionistin, kann den Tod ihres Mannes nicht verkraften; sie trägt immer eine seltsame „Vase“ in einem Plastiksack mit sich.
So kann denn das skurrile Weihnachtsfest beginnen: Traditionen müssen eingehalten werden, Geheimnisse wollen an die Oberfläche, Vaters Urne braucht auch ihren Platz, und da wäre noch die Oma im Altersheim, die vergessen wurde. Kann das alles gutgehen?
Auf jeden Fall müssen Besinnlichkeit und Frieden nach diesem Abend neu definiert werden …

Alle deine Geburtstage

von Miro Gavran

 


Aus dem Kroatischen von Tihomir Glowatzky
Frei zur dtspr. EA
14 D / 13 H / 2 Stat / Mehrfachbesetzungen möglich

Irgendwie haben es die Geburtstage von Marian in sich: Seit seinem zehnten Lebensjahr gerät jede Dekade verlässlich zur absoluten Katastrophe.
1957: Marians Freund zertrümmert mit einem Fußball das neue Statussymbol der Familie, einen sündhaft teuren Fernseher.
1967: Die Mutter entdeckt, dass ihre beste Freundin ein Verhältnis mit ihrem Mann hat.
1977: Der geliebte Großvater stirbt.
1987: Der Vater wird unehrenhaft seines Direktorpostens enthoben.
1997: Marian ist inzwischen Witwer und versucht seinen 50. Geburtstag alleine zu überstehen.
2007: Die Rest-Familie will ihn überraschen und überrascht ihn mit seiner jungen Geliebten.
2017: Die Katastrophe schwebt wieder einmal scheinbar unüberwindbar über ihm. Kann es ein kleines Happy-End geben?

Dramatisch und komisch zugleich bewegt sich diese Familiensaga durch die Jahrzehnte und zeigt dabei sinnlich und gefühlvoll ein Einzelschicksal, das stellvertretend für viele stehen könnte.
Ganz nebenbei handelt dieser Mikrokosmos politische Themen ab, die auch europäische Geschichte sind.

Weitere Stücke:
Könige und Knechte
Lachen verboten - Komödie

Robinson & Freitag – die ganze bittere Wahrheit

Komödie

von Olaf Bretschneider

 


Frei zur UA
1D / 3H / 3 Nebendarsteller / 1Dek

Robinson und Freitag leben eigentlich ganz zufrieden auf ihrer karibischen Insel. Freitag kocht freitags immer Fischsuppe, auch wenn Robinson die nicht mag, und Robinson arbeitet an seinem Roman. Ab und zu streiten sie ein wenig wie ein altes Ehepaar aber das ist gar nichts gegen den Ärger, der am Horizont in Form eines Handelsschiffs auf sie zukommt.
Frosine Klüterbloom und ihr Beinahe-Verlobter Victor Vacancy wollen die Zivilisation in Form einer Zuckerrohrplantage auf die Insel bringen. Robinson ist hin und hergerissen, verspricht doch die Rückkehr in diese sogenannte Zivilisation auch einige Annehmlichkeiten. Freitag allerdings kriegt die komplette Breitseite von Vorurteilen und Rassismus ab.
Kann das gutgehen und kann es ein Leben nach der Entdeckung des Paradieses geben?
Eine kleine köstliche Komödie, die Zivilisationskritik, bedingungslose Ökonomie und Rassismus zu ihrem Thema macht.

Tür Nummer 13

Komödie

von Nikola Jaritz-Rudle

 


2D / 2H / 1 Nebenrolle optional / 1 Dek
Frei zur UA

Marie und Martin haben eine völlig heruntergekommene Wohnung von einer verstorbenen, unbekannten Tante geerbt. Diese wollen sie nun so schnell wie möglich wieder verkaufen. Und das aus sehr gutem Grund: überall Schimmel, veraltetes und kaputtes Inventar, Ratten und nervige Nachbarn in provinziellem Umfeld.
Claire und Ben interessieren sich als mögliche Käufer für die skurrile Immobilie. Marie und Martin täuschen vor, immer schon dort gewohnt zu haben und erfinden neue Identitäten, um die Chancen für den Verkauf zu erhöhen. Das kann in einer sich selbst zersetzenden Wohnung nur schiefgehen.
Den beiden Paaren kommen zu allem Überfluss auch noch ein paar erotische Irritationen in den Weg.
Die Wohnung scheint aber auch noch ein Geheimnis zu bergen: den versteckten Schatz aus einem nie aufgeklärten Raubüberfall. Das würde so einiges an dem sonderbaren Verhalten aller Beteiligten erklären. Wer wird die Wohnung bekommen?

ACAB

All Colours Are Beautiful
Jugendstück

von Simon Jaritz-Rudle



Minimalbesetzung 1D / 2H
oder 1D / 6H / Mehrfachbesetz. / 1Dek

Frei zur UA

Der arabischstämmige Schüler Fadi hat gleich mehrere Probleme: eine große Klappe, einen Freund, der in dasselbe Mädchen verliebt ist und einen Kumpel, der nach Afghanistan abgeschoben werden soll. Zwischendurch immer wieder mal Ärger mit den Cops und den Fahrkartenkontrolleuren.
Ziemlich schwierig das alles unter einen Hut zu kriegen, wenn man jung ist, überbordende Ideen und Gefühle hat. Also erst mal ein paar Panikreaktionen: Bald nach dem ersten Kuss verlässt Fadi seine Kurzzeit-Freundin Isa wieder, weil er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dass Kobane auch in sie verliebt ist.
Kumpel Majid soll durch einen Überfall auf ein Wettbüro und eine Großdemo gerettet werden. Noch besser: ein verwirrendes Labyrinth vor das Schubhaftgefängnis bauen, damit die Beamten sich verlaufen. Oder einfach mal den Flugverkehr zwischen Europa und Afghanistan zum Erlahmen bringen. Man kann auch an die Solidarität appellieren, denn in Europa soll sie ja ein wichtiger Grundpfeiler der Gesellschaft sein. LOL. Nach elf Likes im Internet ist man dann doch wieder ernüchtert.
Am Ende wird es ein großes Fest sein, zu dem alle kommen, um Majid vor der Abschiebung zu bewahren. Und Isa ist wieder Fadis Freundin. Vielleicht hat er sich das große Fest aber auch nur eingebildet, denn Majid ist nicht dabei.
Schnelle scharfzüngige Sprache, hohes Tempo, witzig und brandaktuell.

NN 12

von Gracia Morales



Übersetzung aus dem Spanischen
von Wolfgang Barth und Markus Steinhoff

Frei zur UA
2D / 2H / 1Dek

Eine Gerichtsmedizinerin leitet die Untersuchung, bei der von NN 12, der nicht identifizierten Toten, die wahre Identität gefunden werden soll. Der Sohn der Toten, Esteban, kann nun endlich erfahren, wer seine Mutter und sein Vater waren und was geschah. Ein älterer Mann, dessen Bedeutung für NNs Schicksal nach und nach klar wird, ist weiterhin der Überzeugung, dass das Geschehene notwendig war.
Wenn das Opfer NN 12 am Ende bei verlöschendem Licht, nun mit ihrem richtigen Namen und dankbar für die Ergebnisse der Ermittlungen, wieder ins Dunkel des Todes versinken kann, bleiben Täter und Sohn übrig. Die Gerichtsmedizinerin aber öffnet eine weitere Kiste, um die Identität eines weiteren Opfers herauszufinden.
Diese Geschichte könnte in jedem Land nach einem Kriegszustand oder unter den Bedingungen einer Diktatur stattfinden, in dem es „Verschwundene“ gibt. Dass aber erst vor wenigen Jahren in Spanien damit begonnen wurde, Massengräber aus der Franco-Diktatur zu öffnen, in denen noch mehr als 100.000 nicht identifizierte Opfer ruhen, legt den Bezug zu dieser Epoche der jüngeren europäischen Geschichte nahe.
Ein eindringliches, schonungsloses und politisch brisantes Werk.

Sarajevo - die Toten tanzen noch

Musikalisches Theaterstück von Konstantin Moreth



Mitarbeit: Franck Oskar Schindler
Musik: Juri Kannheiser
Spieldauer: ca. 100 min, keine Pause
37 Rollen spielbar mit 5 DarstellerInnen

Ein skurril düsterer Reigen. Ein Tanz auf dem Vulkan. Ein Requiem. Eine Ode an das Leben.
Die Belagerung von Sarajevo bildet den Hintergrund einer morbiden, gleichwohl lebenshungrigen Erzählung. Da wo der Tod am nächsten ist, brennt das Leben am hellsten.
Adem arbeitet in einer Kneipe in Sarajevo. Nacht für Nacht. Adem schläft nicht mehr.
Seit er im Krieg seine große Liebe gefunden und wieder verloren hat, lebt ohne Ziel vor sich hin, umgeben von den immer gleichen Gästen, heimgesucht von den Dämonen seiner Vergangenheit, des Krieges und der Liebe. Abend für Abend erwachen die Geschichten, werden Lieder gesungen, und die Toten sind allgegenwärtig ...
Und dann ist da noch dieser Cellist. Vedran Smailović. 27. Mai 1992. Eine Mörserattacke der Serben auf einen Platz, der 22 Menschen zum Opfer fallen, weil sie um Brot anstanden. Nach diesem Angriff nahm Smailović sein Cello und spielte 22 Tage lang mitten auf verschiedenen Plätzen der Stadt, im Fadenkreuz der Scharfschützen für die Opfer und überlebte es. Dies ist ein universelles Bild für Menschlichkeit angesichts einer menschenverachtenden Situation, wie sie die Belagerung von Sarajevo darstellt.

Die Berichte vom Balkan waren nachhaltig erschütternd. Die "Firnis der Zivilisation" ist nach wie vor dünn, das zeigt uns dieser Krieg noch immer auf unbarmherzige Art und Weise. Wenn wir nun sehen, wie in vielen Ländern Europas - das zumindest uns und unseren unmittelbaren Nachbarn eine lange Phase Frieden, Demokratie und Wohlstand gebracht hat - wieder die finsteren Geister des Nationalismus und Rassismus in Massen Anhänger finden, wirkt der Balkankrieg als ein Fanal, als eine eindringliche Warnung.

70 Stoffe

Martin Kroissenbrunner

Frei zur UA
1D / 2H / 1Dek

Luis ist nicht mehr zu stoppen. Er hat sich vorgenommen, seinen Arbeitskollegen und Freund zu missionieren: Er soll sich endlich und endgültig das Rauchen abgewöhnen. Doch so leicht kann es ihm Kappa nicht machen. Und so entspinnt sich ein hochemotionales, fast philosophisches Streitgespräch, ein Ringen um Freundschaft, Akzeptanz und Freiheit.
Wer glaubt, das sei es gewesen, dem wird spätestens beim Erscheinen von Luis‘ Freundin Nina klar, dass es um sehr viel mehr geht als um das Rauchen …

Die Dichterdämmerung

[Coaching littéraire]

Tristan Choisel

 

Aus dem Französischen von Wolfgang Barth
1D / 5H / 1Dek
Frei zur UA

Das Leben von Paul-Denis und seiner Frau Victoire ist kalt und leer. Er treibt sich bei den armen Nachbarn herum, um sich an ihrer Authentizität aufzuladen. Dann muss man sich nicht mehr selbst darum bemühen. Seine Gattin widmet sich lustlos der Rauhaardackelzucht.
So weit so gut: Bourgeoisie vom Feinsten!
Söhnchen Guillaume ist ein Nichtsnutz, und ein Dichter ist er auch nicht geworden. Dabei hätte sich Muttern dies so sehr gewünscht. Also muss er weg (und damit ist richtig weg gemeint).
Vater Paul-Denis ist da noch etwas zögerlicher. Er heuert lieber zwei Schlägertypen an, die ihn mit ihrem „Intensivverfahren“ zum Dichten bringen sollen.
Und siehe da, plötzlich dichtet er und kann damit gar nicht mehr aufhören.
Aber wer will das hören? So oder so: Guillaume muss weg!

So voller Komik und mit solch entlarvendem Humor hat schon lange niemand mehr über die Kunst des Schreibens geschrieben. Eine Kunst, die jenseits des Mainstreams die Wahrheit ausspricht. Eine Wahrheit, vor der sich die Politik, das Besitzbürgertum und all die Verehrer der „guten“ Kunst fürchten.
Ein gutes Thema für das Theater, das ja hoffentlich immer noch wahrhaftig sein möchte.
Vive la liberté de la parole!

ROCKY! – DIE RÜCKKEHR DES VERLIERERS

 

von Tue Biering
Aus dem Dänischen: Hans-Peter Kellner

2H od. 1H, 1D / 1Dek
Frei zur DEA

Ein gut gekleideter Mann beginnt uns die Geschichte von Rocky zu erzählen. Wir summen mit ihm die Titelmelodie und erinnern uns gemeinsam an diese Story. Denn wir lieben sie. Gute Unterhaltung. Mit der Zeit hören wir ein paar Episoden, die wir so vielleicht nicht mehr im Gedächtnis haben. Gab es diese Szene wirklich im Film? Rocky zeigt Seiten, die uns nach und nach unruhig machen.
Was, wenn alle Rockys sich erheben und auf den Künstler losgehen, auf das Publikum und wenn deren Werte, deren Existenz besiegt werden soll? Wenn wir es sind, die als geschlachtetes Schwein, das am Haken hängt und auf das die Rockys einschlagen, enden. Rocky ist nicht eine einzelne Person, sondern repräsentiert ein Spektrum der politisch Rechten, die nicht mit einer simplen Analyse eingeordnet werden können.

Rosakäppchen und der liebe Rolf

Komödie in 2 Akten für 3 Personen
von Katharina Schraml und Karin Verdorfer

für alle ab 6
Frei zur UA

„Das wird toll.“ Die Regisseurin von „Rotkäppchen“ glaubt wahrscheinlich an Autosuggestion, denn das, was sich auf ihrer Probe abspielt, ist weit davon entfernt: katastrophal schlechte Darsteller, keine Requisiten, kein Budget und allgemein chaotische Zustände.
Rotkäppchen und der Wolf turteln erst, um sich wenig später so richtig in die Haare zu kriegen. Der Bühnen- und Kostümbildner ist groß in Versprechungen, aber wenn man ihn braucht, schläft er oder ist unauffindbar. Deko und Kostüme bleiben Wunschträume.
Am Tag der Premiere weigert sich der Wolf-Darsteller Rolf mit Rotkäppchen namens Rosa zu spielen, da sie ihn als schlechten Schauspieler beschimpfte. Dementsprechend tüchtig muss bei der Aufführung improvisiert werden. Die Regisseurin ist im Dauereinsatz.
Aber was soll’s, der Lappen muss hochgehen. Und so bekommen die Kinder eine sehr verhaltensoriginelle Aufführung geboten.
Na dann: „Toi Toi Toi.“

Der Weihnachtsgnom

Ein Theaterstück mit Improvisationen und Interaktionen
von Elisabeth Brandtner und Johannes C. Hoflehner



ab 4 bis 7 Jahre
1 D / 1 DarstellerIn / 1 Dek
Frei zur DEA
Teil I

Frau Wolf will es sich dieses Jahr zu Weihnachten so richtig gemütlich machen. Geschmückter Baum, selbstgebackene Kekse und ja, Kinder sind auch zu Besuch, denen sie eine Geschichte vorlesen möchte.
Das könnte schön und besinnlich werden, würde da nicht ein ungebetener Gast erscheinen: ein Gnom, der aus dem Märchenwald verbannt wurde, weil er Weihnachten nicht mag und dort seine Streiche spielt.
Auch bei Frau Wolf will er sein Unwesen treiben und ihren Weihnachtsfrieden so richtig aufmischen. Doch im Gegensatz zu Frau Wolf können ihn die Kinder sehen. Sie helfen ihr, den Tunichtgut dingfest zu machen.
Am Ende wird er bekehrt und lernt Weihnachten zu lieben. Denn der namenlose Gnom hat einen Namen geschenkt bekommen und nun kann auch er einen Wunschzettel an das Christkind schreiben. Absender: Bertram Boldo von Butterblume.

Der ziberizaubernde Weihnachtsgnom

Ein Theaterstück mit Improvisationen und Interaktionen
von Elisabeth Brandtner und Johannes C. Hoflehner

ab 4 bis 7 Jahre
1 D / 1 H / 1 DarstellerIn / 1 Dek
Frei zur DEA
Teil II mit Frau Wolf und Onkel Herbert

Diese Weihnachten kommt Herbert, der Bruder von Frau Wolf, spontan zu den Feiertagen auf Besuch. Das passt Weihnachtsgnom Bertram Boldo von Butterblume nicht so sehr, wollte er doch die ungeteilte Aufmerksamkeit von Frau Wolf und den Kindern.
So interessant und lustig wie angekündigt ist Onkel Herbert dann auch wieder nicht. Sehr bald beginnt der Gnom sich bei den Erwachsenengesprächen zu langweilen. Also beschließt er wieder einmal ein wenig verhaltensauffällig zu werden. Doch die Kinder können ihn bei seinen Streichen und Zaubersprüchen beobachten, mit denen er das Geschwisterpaar ordentlich durcheinanderwirbelt.
Als Frau Wolf und Herbert endlich verstehen, warum der Gnom ihre Aufmerksamkeit sucht, kann ein friedliches Weihnachten beginnen.

Der bäckeribackende Weihnachtsgnom

Ein Theaterstück mit Interaktionen, Späßen und Märchenwissen
von Elisabeth Brandtner und Johannes C. Hoflehner

ab 4 bis 7 Jahre
1 D / 1 Darstellerin / 1 Dek
Frei zur DEA
Teil III

Dieses Jahr ist Frau Wolf beim Gnom Bertram Boldo von Butterblume, genannt Berti, zu Weihnachten im Märchenwald eingeladen.
Für diese Gegeneinladung war es auch höchste Zeit, denn die Jahre zuvor hatte Berti immer sehr verhaltensoriginell die Weihnachtsfeierlichkeiten mit seinen Späßen aufgemischt.
Was er aber total vergessen hat: Kommt ein Erwachsener in den Märchenwald, wird er wieder zum Kind. Und tatsächlich - Frau Wolf, mit der er eigentlich Plätzchen backen wollte, treibt so viel kindlichen Schabernack, dass es sogar Berti zu viel wird.
Doch wie kommt man aus der Sache wieder heraus? Gab es da nicht einen Zauberspruch und wie ging der noch mal?
Vielleicht können ja auch die anwesenden Kinder helfen …