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Aktuelle Stücke

Das Dschungelbuch

Kinderstück nach Rudyard Kipling
In einer Bühnenfassung von Michael Schachermaier
5+
6 Personen/ Simultanbühne

Zum Stück

Theater Freiburg

Foto: Rainer Muranyi

Premiere: 19.11.2017, Regie: Michael Schachermaier

„Trotz kindgerechter Inszenierung spricht Regisseur Michael Schachermaier auch elegant das Problem der Abholzung der Urwälder an: Praktisch alle Requisiten und Kostüme sind kongenial aus Müll gefertigt, ja der Dschungel gleicht regelrecht einer Mülldeponie mit Bäumen und Lianen aus schwarzen Müllsäcken, Felsen aus vollen Müllsäcken, einem Fluss aus transparenter Plastikfolie (Bühne: Jessica Rockstroh), Affenmasken aus kaputten Wischmops und Rechen (Kostüme und Puppenbau: Jula Beyer) und vielen weiteren bühnenwirksamen Einfällen.“
(Alice Matheson, Der Neue Merker, 19.11.2017)

„Eben noch tote Müllhalde, wachsen im grünen Dämmerlicht plötzlich Palmen, fallen mit lautem "Flapp" riesige Lianen und Kletterpflanzen aus der Oberbühne, darüber leuchtet ein goldgelber Vollmond in samtigem Nachtblau, und ein paar gigantische Schmetterlinge und kunterbunte Vögel kreuzen die Szene. Alles ist aus Plastik – doch jetzt ist er da, der große Dschungelzauber...“
(Marion Klötzer, Badische Zeitung, 20.11.2017)

Drama über Mirjana und die Menschen um sie herum

Ivor Martinic

Aus dem Kroatischen: Blazena Radas
3D/5H/1Dek
Frei zur dtspr. EA

In seiner eintönigen Wirklichkeit erzählt uns dieses Stück vom gewöhnlichen Leben verschiedener Menschen, die vergessen haben, warum sie überhaupt existieren.
Mirjana, ihre Nachbarn, ihre Tochter, ihre Liebhaber und ihre Freunde sind alle in bedeutungslosen Leben ohne eine vielversprechende Zukunft gefangen.
Indem wir die Leben von Mirjana und der Menschen um sie herum darin beobachten wie sie ihre Tage in stillem Leid vorüberziehen lassen, sich um die immer gleichen Dinge Sorgen machen, ohne Leidenschaft zu empfinden, zeigen sie uns sehr subtil wie diese Art von Existenz der unseren gleicht.
Manchmal ist sie aber auch voller Schönheit, Sorgen, Humor, Schmerz und Poesie.

„Veljko-Maričić-Award” für das beste Stück beim internationalen Mini-Drama-Festival, Rijeka, Kroatien, 2011

Alles in allem – das Ereignis der Saison! Nicht versäumen!
Boban Jevtić, Yellow cab

Aufführungen:
Jugoslawisches Drama Theater, Belgrad, Serbien (Regie: Iva Milosevic) - 18.2.2010
Stadttheater Ljubljana, Slowenien (Regie: Dusan Jovanovic) - 4.3.2010
Kroatisches Nationaltheater Zagreb, Kroatien (Regie: Anja Maksic Japundzic) - 15.10.2010

Fell


Florence Read
"Furry", aus dem Englischen von Michael Sommer

1D/1H/1 Dek
Frei zur UA

Das Ehepaar Joy und Len steckt mitten in einer Ehekrise. Über die Jahre ist einiges vorgefallen, was ihre Ehe belastet. In einer Nacht kommt es zur Konfrontation. Auslöser ist ein Hasenkostüm, das Len trägt. Len gesteht Joy, dass er sich von nun an als Hase, nicht mehr als Mann, identifizieren möchte.

Von dieser Offenbarung schockiert wird Joy, vor die Frage gestellt: Wie viel bist du bereit zu akzeptieren?
Ein herausforderndes Stück, das mit seinen wunderbar komischen Dialogen unterhält und das allgegenwärtige Thema der Toleranz von einer neuen Seite beleuchtet.

Mein Sohn läuft nur ein wenig langsamer

Ivor Martinic

Aus dem Kroatischen: Vukan Mihailovic de Deo
Bearbeitung: Sara Maurer
5D/5H/1Dek
Frei zur dtspr. EA

Mia pflegt ihre demente Mutter und ihren gehbehinderten Sohn. Der Rest der Familie ist ihr dabei nicht wirklich eine Hilfe. Am Tag des 25. Geburtstages ihres Sohnes offenbaren sich schonungslos alle seelischen Verletzungen, Oberflächlichkeiten, Aggressionen und Enttäuschungen.
Das Familientrauma und die Handlungsunfähigkeit der einzelnen Familienmitglieder manifestieren sich vor einer Kulisse der besitzergreifenden Beziehung einer überforderten Mutter gegenüber ihrem Sohn. Doch Branko ist erwachsen geworden und trotz seines Handicaps gelingt ihm ein erster hoffnungsvoller Schritt in Richtung Loslösung und der lebensbejahenden Akzeptanz der eigenen Situation.
Ein tiefsinniges und dennoch leichtes und unterhaltsames Stück.

caroline feiert geburtstag. vergisst das sterben nicht.

Thomas Perle

2D/2H/1Dek
Frei zur UA

Caroline, Mitte Dreißig, feiert seit langem wieder ihren Geburtstag. Sie hat einen sie liebenden Freund, einen leiblichen Vater und eine beste Freundin. Das könnte schön sein und Geborgenheit schenken, könnte man meinen. Aber wie so oft trügt der Schein.
Die Geburtstagsfeier wird zur Geburtsfeier der Wahrheit. Die Vergangenheit hält unerbittlich und zerstörerisch Einzug und macht alle Hoffnungen und Träume zunichte.
Ein intensives und schonungsloses Kammerspiel, das seine Protagonisten an den Abgrund führt und sie dort einander überlässt.

Hyänen

Gustav Ernst


2D/3H/1Dek
Frei zur UA

Blutbefleckte Kleider, Panik, Schock und fünf Menschen, die sich in einem Raum in Sicherheit bringen - vor einem Attentäter in einem Supermarkt.
Fünf Menschen, die nun auf sich alleine gestellt sind und versuchen, das Geschehene zu rekonstruieren und mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.
Gustav Ernst führt ein fast nüchternes Experiment durch. Seine Figuren sind entkernte Prototypen in einer Gesellschaft, die den Wahn und den Trugschluss der eigenen Sicherheit über alles stellt. Das bedeutet auch, dass das Individuum zum Wohle der Gesamtheit geopfert werden darf. Was geschieht also mit einer Gruppe von Menschen, die um jeden Preis überleben will und der dazu alle Mittel recht sind? Und war am Ende etwa alles vergeblich?
Ein nicht vordergründig politisches Stück, das aber gerade deswegen umso mehr eine irritierende Parabel für einen heutigen Gesellschaftszustand darstellt.

Ich befürchte, jetzt kennen wir uns

Ivor Martinic

2D/2H/1Dek
Aus dem Kroatischen: Renata Britvec

In diesem Stück geraten die junge Ivana und ihr Ex-Freund Filip in existenzielle Schwierigkeiten.
Nicht, weil sie mit ihm Schluß gemacht hat, sondern vielmehr wegen der Art und Weise wie die Trennung zustande kam.
Der Satz, den Filip auf die Nachricht von Ivana und ihre Trennungsabsicht sagt, entspricht so gar nicht ihren Erwartungen.
"Am besten befriedigt man eine Frau mit der Zunge." Diser Satz beschwört eine Krise herauf, die Ivana nicht ruhen lässt, weil sie nicht akzeptieren kann, dass dies der letzte Satz ihrer Beziehung sein soll. Wie soll sie denn nun den Leuten erzählen, wie es endete? Also kommt sie wieder und immer wieder zu ihm, um das zu besprechen ...