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Aktuelle Stücke

caroline feiert geburtstag. vergisst das sterben nicht.

Thomas Perle

2D/2H/1Dek
Frei zur UA

Caroline, Mitte Dreißig, feiert seit langem wieder ihren Geburtstag. Sie hat einen sie liebenden Freund, einen leiblichen Vater und eine beste Freundin. Das könnte schön sein und Geborgenheit schenken, könnte man meinen. Aber wie so oft trügt der Schein.
Die Geburtstagsfeier wird zur Geburtsfeier der Wahrheit. Die Vergangenheit hält unerbittlich und zerstörerisch Einzug und macht alle Hoffnungen und Träume zunichte.
Ein intensives und schonungsloses Kammerspiel, das seine Protagonisten an den Abgrund führt und sie dort einander überlässt.

Hyänen

Gustav Ernst


2D/3H/1Dek
Frei zur UA

Blutbefleckte Kleider, Panik, Schock und fünf Menschen, die sich in einem Raum in Sicherheit bringen - vor einem Attentäter in einem Supermarkt.
Fünf Menschen, die nun auf sich alleine gestellt sind und versuchen, das Geschehene zu rekonstruieren und mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.
Gustav Ernst führt ein fast nüchternes Experiment durch. Seine Figuren sind entkernte Prototypen in einer Gesellschaft, die den Wahn und den Trugschluss der eigenen Sicherheit über alles stellt. Das bedeutet auch, dass das Individuum zum Wohle der Gesamtheit geopfert werden darf. Was geschieht also mit einer Gruppe von Menschen, die um jeden Preis überleben will und der dazu alle Mittel recht sind? Und war am Ende etwa alles vergeblich?
Ein nicht vordergründig politisches Stück, das aber gerade deswegen umso mehr eine irritierende Parabel für einen heutigen Gesellschaftszustand darstellt.

Ich befürchte, jetzt kennen wir uns

Ivor Martinic

2D/2H/1Dek
Aus dem Kroatischen: Renata Britvec

In diesem Stück geraten die junge Ivana und ihr Ex-Freund Filip in existenzielle Schwierigkeiten.
Nicht, weil sie mit ihm Schluß gemacht hat, sondern vielmehr wegen der Art und Weise wie die Trennung zustande kam.
Der Satz, den Filip auf die Nachricht von Ivana und ihre Trennungsabsicht sagt, entspricht so gar nicht ihren Erwartungen.
"Am besten befriedigt man eine Frau mit der Zunge." Diser Satz beschwört eine Krise herauf, die Ivana nicht ruhen lässt, weil sie nicht akzeptieren kann, dass dies der letzte Satz ihrer Beziehung sein soll. Wie soll sie denn nun den Leuten erzählen, wie es endete? Also kommt sie wieder und immer wieder zu ihm, um das zu besprechen ...

Mary Shelleys Frankenstein

(Nach dem Roman von Mary Shelley)
von Michael Schachermaier und Dagmar Stehring

ab 12

3D/3H/1Dek
Frei zur DEA

In einer dunklen und stürmischen Nacht, hat die junge Schriftstellerin Mary Shelley die Idee für eine Geschichte, die alle anderen übertreffen kann. Also stürzt sie sich ins Schreiben und erschafft um ihren Titelhelden, den charismatischen Wissenschaftler Victor Frankenstein und dessen Verlobte Elisabeth eine faszinierende Welt, die sie immer mehr in ihren Bann zieht – und sich zu verselbstständigen beginnt. Denn obwohl dieser Frankenstein alles hat – eine Familie, die ihn liebt, eine gute Ausbildung, eine glänzende Zukunft –, will er immer mehr und verbeißt sich ohne Rücksicht auf Verluste in seine Forschungen und Experimente, bis ihm das schier Unmögliche gelingt: die Erschaffung von Leben.
Doch Victors bzw. Marys Kreatur gestaltet und gebärdet sich ganz anders als geplant und die Geschichte nimmt eine folgenschwere Wendung: Frankenstein lässt sein Geschöpf zurück und ergreift die Flucht, was einen nervenzerreißenden Wettlauf zwischen Schöpfer und Schöpfung zur Folge hat, durch den schließlich auch Mary begreift, dass man seiner Verantwortung, seinen Dämonen und den Konsequenzen seiner Taten nicht so einfach entkommen kann...

Uraufführung: 11.03.2017, Next Liberty, Graz, Regie: Michael Schachermaier

Ein spannendes, schauriges Stück, das sein Publikum auch zum Nachdenken animiert.
Kronen Zeitung, 13.03.2017

Figaro oder Ein toller Schnitt

Komödie in drei Akten, frei nach Le Nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo da Ponte

von Max Gruber

Frei zur DEA
4D/4H/1Dek
 
Hochzeitsvorbereitungen, Geschäftsinteressen, Eifersucht und Liebe ... das alles und noch viel mehr ist der Motor von "Figaro oder ein toller Schnitt", fein bearbeitet nach da Ponte von Maximilian Gruber
Schauplatz ist die erfolgreiche Schönheits-Klinik Almaviva, geführt vom notorischen, aber etwas in die Jahre gekommenen, Schwerenöter Dr. Graf und dessen Ehefrau Rosalie, genannt „Die Gräfin“. Dr. Grafs Interesse an seiner Gattin ist im Abnehmen. Wie unbedacht, wo doch die Existenz der Klinik am finanziellen Tropf von Rosalies Vermögen hängt. Es drängen der karrierebewusste Haarkünstler und Starcoiffeur Figaro und seine attraktive Verlobte Susanna, die rechte Hand von Rosalie, ins Imperium des Dr. Graf. Ohne besonders ausgeprägten Realitätssinn ist Figaro dennoch sympathisch und platzt vor Phantasie. Sein Motto lautet: "Ich bin berühmt! Nur - keiner weiß es!“. Der junge, attraktive Chirurg, Dr. Angelo Cherobino, übertrifft mit seiner ausgeprägten Libido sogar Dr. Graf und sorgt als Spielfigur manch weiblicher Intrige für entsprechende Verwirrung. Es wuchert und wächst also im Dschungel der Lust. Es wachsen die Triebe und platzen die Knospen, es fliegen die Bienen von Blüte zu Blüte. Aus den Tiefen der Vergangenheit auftauchend verfolgt die rätselhafte Punk Lady Marcella ihre eigenen, undurchsichtigen Pläne. Einzig und allein Anton, der gütige Gärtner, genannt "Onkel Toni", versucht Ruhe und Ordnung in dieses Tollhaus der Liebe zu bringen.

Uraufführung: 13.07.2017, Wiener Lustspielhaus, Regie: Adi Hirschal

Es gehört schon Mut dazu, sich bearbeitend an jene Meisteropern heranzuwagen, die Mozart mit Lorenzo da Ponte der Historie als musikdramatisch der Vollkommenheit nahen Hattrick (Don Giovanni, Così und Figaro) überantwortet hat. Allein, so wie es im Vorjahr im Wiener Lustspielhaus gelang, Schwerenöter Giovanni leichtfüßig in die Gegenwart zu verpflanzen, so ist nun auch Figaro – deftig und schließlich elegant – auf den Dachboden einer Klinik der Gesichtsmodellierung transferiert worden. (…)
Es rundet sich alles schließlich zu qualitätsvoll sommerlicher Komik.
Der Standard.at, 14.7.2017

Die Premiere von „Figaro oder ein toller Schnitt“ traf dank perfekt-perfider Pointen, rasanter Regie und eines exzellenten Ensembles … direkt ins Zwerchfell – also dorthin, wo schon die alten Griechen den Sitz der Seele verorteten. Sprich: Garantiertes Lachen inklusive Steckenbleiben desselben.
Kurier, 15.07.2017

Wuthering Heights - Sturmhöhe

Nach Emily Brontë
Autor: Thomas Birkmeir

Für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene

3D/ 4H/ Simultanbühne
 
1848 starb eine gerade 30-jährige Frau an Lungenentzündung. Sie hatte sich beharrlich geweigert, ärztliche Hilfe anzunehmen, denn man solle „der Natur ihren Lauf lassen.“ Dieses unbelehrbare, eigenbrötlerische,emanzipatorische Wesen Emily Brontë hatte ein Jahr zuvor ihren einzigen Roman unter dem männlichen Pseudonym Ellis Bell veröffentlicht: Wuthering Heights – Sturmhöhe. Ein Roman, der heute als Klassiker der britischen Romanliteratur des 19. Jahrhunderts gilt.
Ob Liebe jemals „romantisch“ sein kann, ist die Grundfrage dieser seltsamen Schöpfung, die die beiden Hauptfiguren Heathcliff und Cathy wie Naturgewalten aufeinanderprallen lässt. Seit ihrer Kindheit in gemeinsamen Träumen, abenteuerlichen Spielen, aber auch Hassliebe einander zugewandt, entwickeln sie sich zu Erwachsenen, die den jeweils anderen vergessen wollen, sich deshalb verletzen und demütigen, sich aber wie mächtige Magneten immer wieder ungewollt anziehen.
Dieses umstrittene Kuriosum der Weltliteratur, häufig verfilmt, ein düsterer Gegenentwurf zu Shakespeares Romeo und Julia, befragt die möglichen Schattenseiten der Liebe, wo „Romantik“ umschlagen kann in Eigennutz, Eifersucht und Besitzgier.

Uraufführung: 29.03.2017, Theater der Jugend, Renaissancetheater, Wien, Regie: Thomas Birkmeir

Das geht berührend nahe. Jubelnder Applaus.
Der Standard, 31.03.2017